SMPV ‒ der Weg zur Musik
Schweizerischer
Musikpädagogischer Verband
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Der SMPV Zürich wurde 1932 als zweite SMPV-Ortsgruppe der Schweiz gegründet. Sein Tätigkeitsbereich umfasst das Gebiet des Kantons Zürich mit Ausnahme Winterthurs und des Zürcher Oberlands, welche eine eigene Sektion bilden. Die mit aktuell 851 Mitgliedern grösste Sektion des SMPV präsentiert sich heute als ein attraktiver, bestens vernetzter Verband. Dass etwa am Festakt zum 75-jährigen Bestehen der Sektion im September 2007 unter anderem die Zürcher Bildungsdirektorin Regine Aeppli, der Direktor der Pro Helvetia Pius Knüsel, der Leiter des Departements Musik der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK Michael Eidenbenz und SMPV-Zentralpräsident Jakob Stämpfli auftraten, mag verdeutlichen, wie präsent der Verband in der kantonalen Musiklandschaft ist.

Vernetzung und Kooperationen

Man könne es als ideales Ziel der Verbandsstrategie bezeichnen, so Sektions-Kopräsidentin Isabel Kempinski, dass der SMPV Zürich ein erster Ansprechpartner für musikpädagogische Fragen im Kanton sein solle. Diesen Anspruch einzulösen ist dem Verband sicherlich zu einem guten Teil gelungen. Hier ist zunächst einmal das Engagement für einheitliche Arbeitsbedingungen für Musiklehrpersonen im Kanton zu nennen, welches einen wesentlichen Schwerpunkt der Verbandsarbeit der letzten Jahre bildete. Ein Musterarbeitsvertrag wurde vom SMPV Zürich und dem Verband der Zürcher Musikschulen VZM gemeinsam verabschiedet; der SMPV Zürich erstellte ausserdem ein Besoldungsreglement. Die von der ehemaligen Sektionspräsidentin Martha Gmünder und Markus Hochuli erarbeiteten Dokumente sind in ihrer Art in der Schweiz einmalig und eine wichtige Orientierungshilfe und Argumentationsinstrument.

Eine wichtige Partnerschaft unterhält die Sektion mit dem Konservatorium für Klassik und Jazz Zürich, mit der sie Vertragspartner beim gemeinsamen Gesamtarbeitsvertrag ist. Die Zürcher Hochschule der Künste und der VZM schliesslich sind regelmässige Partner bei den zahlreichen Weiterbildungsangeboten.

Öffentlichkeitsarbeit

Einen weiteren Schwerpunkt setzte die Sektion in den letzten Jahren im Bereich Kommunikation, für welchen Kopräsidentin Ester Mottini verantwortlich zeichnet. D er Auftritt der Sektion besticht durch hohe Professionalität in der inhaltlichen Vermittlung wie in der grafischen Gestaltung der Dokumente und Drucksachen – zu nennen ist hier vor allem das Mitteilungsblatt tonspur. Neben wichtigen aktuellen Informationen sollen in den kommenden Ausgaben neu Sektionsmitglieder in ihrer künstlerischen Tätigkeit oder in ihrem musikpädagogischen Engagement porträtiert werden.

Attraktives Angebot

Ihren Mitgliedern kann die Sektion Zürich viel anbieten. Neben den beliebten Lehrer- und Schülerkonzerten im Musikhaus Jecklin stehen ihnen eine breite Palette an Dienstleistungen, Vergünstigungen, Beratungs- und Bildungsangeboten offen. Dass es für die Dienstleistungen des SMPV auch langfristig noch einen Markt geben wird, steht für die Kopräsidentinnen Ester Mottini und Isabel Kempinski ausser Frage. Entscheidend sei, dass man die Bedürfnisse der Mitglieder rechtzeitig erkenne und ihnen gerecht werde. Entwicklungspotential sehen die beiden Kopräsidentinnen etwa noch im Bereich der Vermittlung von Musikunterricht, wo eine rege Nachfrage besteht. «Die Mitglieder sollten die Möglichkeit haben, über den Verband als Plattform ihre speziellen Kompetenzen, ihre Spezialitäten, nach aussen kommunizieren und anbieten zu können», so Ester Mottini.

Belasteter Vorstand, weniger Mitglieder

Wie in allen Sektionen des SMPV sind das Arbeitsaufkommen des Ehrenamtes und die Besetzung des Vorstands auch in Zürich ein nicht immer einfaches Thema. Nach Stefano Kunz-Annoffs Rücktritt im Februar 2010 bleiben bis auf weiteres 3 von 6 Vorstandssitzen vakant. Das Dossier Weiterbildung wird im Auftrag von Angelika Güsewell betreut, während Jürg Wehrli ebenfalls im Auftragsverhältnis für den Bereich musikalische Bildung zuständig ist. Ähnlich wie beim ZV (vgl. Bericht Delegiertenversammlung 2010 in dieser Ausgabe) ist in diesem Zusammenhang eine Statutenänderung angedacht, um die Beschlussfähigkeit des Vorstandes zu gewährleisten.

Dass die Zürcher Sektion einen jährlichen Mitgliederschwund zu verzeichnen hat, entspricht dem landesweiten Trend. Neben Todesfällen und Berufswechseln spielt dabei für Ester Mottini auch der Zeitgeist eine Rolle: «Tendenziell wird heute erwartet, dass sich eine Sache quasi eins zu eins bezahlt macht», sagt Ester Mottini. «Der konkrete persönliche Nutzen steht im Vordergrund, nicht mehr die Ziele des Verbandes als Ganzes.»

Hilfskasse: ein Opfer der Finanzkrise

Übel mitgespielt hat der Sektion die globale Finanzkrise, namentlich der Zusammenbruch der amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers im Jahr 2008, durch welchen ein Drittel des Kapitals der sektionseigenen Hilfskasse vernichtet wurde. Weil die CS nach Auffassung des Verbandes ihre Informations- und Beratungspflicht der Sektion gegenüber nicht korrekt wahrgenommen hatte, bemüht sich die Sektion mit einem kompetenten juristischen Beistand um eine entsprechende Entschädigung, auch wenn die Erfolgsaussichten hierbei ungewiss sind. Immerhin könnten diese Erfahrungen auch im positiven Sinne genutzt werden, indem Anlagestrategien sowie die Organisation der Hilfskassen innerhalb des Verbandes generell überdacht und hinterfragt würden, so Isabel Kempinski und Ester Mottini.

Der SMPV Zürich hat indessen allen Grund, optimistisch in die Zukunft zu blicken. Im Kontakt zu anderen musikbezogenen Institutionen und in der Positionierung in der zürcherischen Bildungslandschaft hat sich der Verband in den letzten Jahren als verlässlicher und gewichtiger Gesprächspartner positioniert. Dass in der Zürcher Bildungsdirektion derzeit ein kantonales Musikschulkonzept ausgearbeitet wird, ist nicht zuletzt auch dem SMPV Zürich zu verdanken. Und schliesslich werden die traditionelle musikpädagogische Kompetenz und Aufgeschlossenheit den Verband auch weiterhin eine zentrale Rolle in der Zürcher Musiklandschaft spielen lassen. Ester Mottini: «Wir müssen durch Leistung überzeugen» – das tut der SMPV Zürich ohne Frage.

-bt

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