SMPV ‒ der Weg zur Musik
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Musikpädagogischer Verband
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Lucas Bennett: Dieser erste Musiktag wurde gegen aussen in erster Linie als eine Reihe öffentlicher Konzerte beworben. Doch er hatte noch weitere Funktionen. Worum ging es im Einzelnen?

 

Valentin Gloor: Es ging um drei Aspekte. Erstens wollten wir ein Fenster zur Öffentlichkeit aufmachen. Daneben trafen sich Dozierende in den einzelnen Fachgruppen  und besprachen die Vorspiele. Wir möchten damit erreichen, dass die Dozierenden in Zukunft eine noch stärkere gemeinsame Vorstellung davon entwickeln, was diese Ausbildung sein soll und welche Ausbildungsstandards verlangt werden. Drittens bot der Musiktag den Studierenden Gelegenheit, sich zu präsentieren, andere Studierende zu hören und ein qualifiziertes Feedback zu erhalten. Für die Bachelor-Studierenden waren die Vorspiele gleichzeitig auch eine Modulprüfung. Generell sollen die Bachelor-Studierenden etwas enger begleitet werden, als es in der Vergangenheit im traditionellen SMPV-Studium der Fall war.

 

Die Bachelor-Studiengänge, welche von der Akademie im Auftrag der Kalaidos Fachhochschule angeboten werden, haben begonnen, doch befinden sich die meisten Studierenden der Akademie noch in einem SMPV-Studiengang. Wie ist derzeit in etwa das zahlenmässige Verhältnis?

 

Wir haben aktuell ca. 5-10% Bachelor-Studierende.

 

Wie fällt aus Sicht der Akademie die Bilanz zum Musiktag aus?

 

Wir sind insgesamt sehr zufrieden. Die Fachgruppen funktionierten als «Diskussions- und Beurteilungsorgan» in der Regel gut, obwohl sie ja recht heterogene Gruppen sind. Weil wir im Eifer keine allgemeine Mittagspause eingeplant hatten, stellte sich aufgrund der vielen Konzerte auf Dauer bei den Dozierenden zwar eine gewisse Ermüdung ein – das ist aber nur ein organisatorisches Problem, welches wir für die Zukunft beheben werden. Die Rückmeldungen zum Musiktag waren sehr positiv. Auf die Feedbacks zu den Vorspielen haben übrigens gerade die SMPV-Studierenden sehr gut angesprochen, für sie war das nichts Selbstverständliches. Die Bachelor-Studierenden erwarten hier bereits mehr.  Insgesamt waren die Studierenden sehr interessiert am Feedback. Verbesserungsfähig ist auf jeden Fall noch die Werbung gegen aussen. Wir wollen in Zukunft ein breiteres Publikum ansprechen, das öffentliche Interesse war an diesem ersten Musiktag leider noch recht bescheiden.

 

 

Wie häufig werden in Zukunft solche Musiktage stattfinden, und wo?

 

Es wird mindestens einmal im Jahr  einen Termin geben, geplant ist, bei entsprechender Nachfrage zweimal jährlich einen Musiktag zu veranstalten. Für uns als gesamtschweizerisch tätige Institution wären zwei Termine ideal – dann könnten wir jeweils einen Musiktag in Aarau und  den zweiten Musiktag an einem jährlich wechselnden anderen Ort in der Schweiz stattfinden lassen.

 

Welche anderen Auftrittsmöglichkeiten gibt es für die Studierenden der Akademie sonst noch?

 

Es gibt nach wie vor die SMPV-Sektionskonzerte, die in vielen Sektionen auch den Studierenden offenstehen. In Bern gibt es zudem den «Beflügelnden Treffpunkt»  bei Heutschi Pianos, den der Förderkreis der privaten musikalischen Berufsausbildung in der Schweiz betreut. Dieses Angebot wird rege genutzt, es gibt zwischen sechs und acht Terminen pro Jahr. In der Romandie gibt es die Kammermusikreihe «La Goulue», eines ihrer Konzerte kann jeweils von den Studierenden genutzt werden. Es gibt also unterschiedliche Gefässe in den Regionen, was ja auch Sinn macht, da unsere Studierenden musikalisch tendenziell stark in ihren jeweiligen Regionen verwurzelt sind.

 

Am Musiktag ging es auch um das laufende Akkreditierungsverfahren der Bachelor-Studiengänge. Wo befindet sich die Akademie derzeit innerhalb dieses Prozesses?

 

Das Akkreditierungsverfahren betrifft unsere Bachelor-Studiengänge, d.h. unseren «Kalaidos Musikhochschule»-Teil. Am Musiktag war eine Expertengruppe anwesend, welche eines der Konzerte besuchte und Interviews führte. Im Akkreditierungsverfahren stehen wir ungefähr im ersten Drittel. Wir erwarten den Bescheid im Laufe des nächsten Jahres.

 

Wie sieht Dein persönliches Fazit zum Musiktag aus?

 

Es hat sich uns ganz deutlich gezeigt, dass die Motivation unserer Dozierenden und Studierenden extrem hoch ist. Das kam auch bei den Interviews, die an diesem Tag stattfanden, zum Ausdruck. Es wurde ein Engagement deutlich, welches man bei einem ausgesprochen dezentralen System, wie es unsere Berufsausbildung ist, nicht immer so direkt wahrnimmt. Nicht zuletzt müssen ja auch die Studierenden viel einsetzen für dieses Studium: Zeit, Herzblut und Geld, und sie verzichten auch auf viele andere Aktivitäten. Diesen Einsatzwillen bei Dozierenden und Studierenden wieder einmal ganz direkt zu sehen und zu spüren, hat uns sehr beeindruckt – natürlich motiviert das auch uns umso mehr.

 

Interview: -bt

 

Termine unserer Sektion

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Termine anderer Sektionen

22.12.2017 | Kapelle Klus, Asylstr. 130, 8032 Zürich
Lehrerkonzert in der Kapelle Klus
12.01.2018 | Hottingersaal, Gemeindestr. 54
Schülerkonzerte der Sektion Zürich
20.01.2018 | Bahnhofplatz 70-72, Frauenfeld
Workshop: Instrumentales Lernen in der Gruppe
22.01.2018 | Hottingersaal, Gemeindestr. 54
Schülerkonzerte der Sektion Zürich
26.01.2018 | Hottingersaal, Gemeindestr. 54
Schülerkonzerte der Sektion Zürich
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