SMPV ‒ der Weg zur Musik
Schweizerischer
Musikpädagogischer Verband
DE   FR   IT
Zurück zu «SMPV : Schweizer Musikzeitung»

20% weniger Mitglieder

Im Jahre 2001 hatte der SMPV 4986 Mitglieder, 2010 noch 4067. Ende 2011 werden wir wahrscheinlich 20% weniger Mitglieder haben als vor zehn Jahren. Im Gegensatz zu den dramatisch abnehmenden Mitgliederzahlen stieg das Durchschnittsalter der Mitglieder in diesem Zeitraum kontinuierlich an, sodass der SMPV in einigen Jahren ein «60+Verband» sein wird. Damit dieser Fall nicht eintritt, wurde bereits vor elf Jahren mit dem orangen Flyer «Wir sind 5000 Musiklehrer/innen» eine Mitglieder-Werbekampagne lanciert, der allerdings, ähnlich wie der Aktion «Weitersagen lohnt sich» vor zwei Jahren, kein grosser Erfolg beschieden war. 2011 hat der Zentralvorstand deshalb die Mitgliederwerbung zum Schwerpunktthema bestimmt und als erste Massnahme einen neuen Flyer sowie Werbeinserate (Testimonials) beschlossen, die demnächst erscheinen werden.

Gesellschaftliche Veränderungen und Konkurrenz

Für den Mitgliederrückgang gibt es sowohl externe, als auch interne Gründe. Zu den externen Gründen zählen gesellschaftliche Veränderungen wie die Vorbehalte der heutigen Generation gegen Bindungen jeglicher Art, die sich im privaten Bereich z.B. durch Partnerschaften statt Ehen zeigen, im beruflichen Bereich durch häufige Stellenwechsel, dem sogenannten «Zappen» als Lebensstil. Hinzu kommt, dass früher die Mitgliedschaft in einem Berufsverband als Auszeichnung oder sogar Ehre empfunden wurde, während heute vielfach ein Kosten-Nutzen-Denken vorherrscht. Eine nicht zu unterschätzende Konkurrenz erwächst dem SMPV zudem durch neuere Verbände, die sich ausschliesslich mit einem Thema beschäftigen, wie die E-Verbände (Esta, Epta usw.) sowie die rein gewerkschaftlich orientierten Verbände, die teilweise durch Dienstleistungsverträge mit dem VPOD verbunden sind, wie z.B. der MuV im Kanton Zürich.

Quo vadis, SMPV?

Zu den internen Gründen für den Mitgliederrückgang zählen unsere Statuten, laut denen es nicht möglich ist, Volksschul-Musiklehrpersonen, MusikwissenschaftlerInnen, OrchestermusikerInnen, Master-Performance-Diplomierte und MusikerInnen mit seltenen Instrumenten wie z.B. Sitar in den SMPV aufzunehmen. In Anbetracht des gravierenden Mitgliederrückgangs, der drohenden Überalterung des SMPV, der Konkurrenz durch andere Verbände und der neuen Ausbildungstypen an den Musikhochschulen ist es deshalb unumgänglich, dass sich die für den SMPV verantwortlichen Gremien die Grundsatzfrage stellen: «Quo vadis, SMPV?». Wollen wir in Zukunft ein kleiner, exklusiver Verband, eine Art Thinktank für Musikpädagogik, sein oder wollen wir der grosse gesamtschweizerische Berufsverband werden, bei dem die Mitgliedschaft für alle Musikerinnen und Musiker eine Selbstverständlichkeit ist?

Neue Mitglieder aus anderen Berufsfeldern

Eine bewusst herbeigeführte Verkleinerung zu einem «Exklusivclub» würde dazu führen, dass die meisten von uns aus dem SMPV austreten müssten, da der Verband dann nur noch international anerkannte Koryphäen aufnehmen würde. Eine Öffnung unserer statuarischen «Schranken»dagegen könnte für uns eine grosse Chance sein, da die neuen Mitglieder teilweise in anderen Berufsfeldern tätig sind, wodurch sich für uns neue Kontakte, neue Sichtweisen und ein erweitertes Netzwerk ergeben würde, von dem wir alle profitieren könnten. Je grösser und vielfältiger der SMPV sein wird, desto deutlicher werden wir in der Öffentlichkeit wahrgenommen, desto besser können wir unsere politischen Forderungen und Ziele in die Tat umsetzen. Was das heikle Thema des obligatorischen Lehrdiploms als Aufnahmekriterium für den SMPV betrifft, so gilt es zu bedenken, dass bis zum Jahre 1996 die SMPV-Mitgliedschaft automatisch als Qualifikation für die Ausbildung von Berufsstudierenden galt. Durch die Einführung der Akkreditierungen im Jahre 1997 wurden die Zulassungskriterien für die Lehrpersonen von Studierenden dann deutlich erhöht. Ein weiterer Schritt in Richtung Professionalisierung der Berufsausbildung erfolgte schliesslich 2005 mit der Gründung der SAMP.

Lockerung der Aufnahmekriterien

Obwohl die Akkreditierung für die Berufsausbildung heute separat zu erlangen ist, sind die - im Vergleich zu anderen Berufsverbänden - äusserst strengen Aufnahmekriterien in den SMPV nie gelockert worden. Als Grund, weshalb die Mitgliedschaft nur mit einem Lehrdiplom möglich ist, wurde argumentiert, dass der Verband Musikschulen Schweiz (VMS) empfiehlt, nur Master-Pädagogik-Diplomierte anzustellen. Da die Musikschulen ihre Lehrpersonen jedoch aufgrund von Diplomen und Probelektionen einstellen und nicht wegen der SMPV-Mitgliedschaft, kann diese Empfehlung - die durchaus in unserem Sinne ist - kein Grund sein, an der bisherigen restriktiven Praxis festzuhalten. Bleibt noch die Vermittlung von Privatunterricht, bei der der SMPV natürlich garantieren muss, dass die zu vermittelnden Lehrpersonen über eine pädagogische Ausbildung verfügen.

Anpassung an die Realitäten

Der folgende Vorschlag einer Änderung des Artikels 5 der Statuten entstand als Konsequenz aus den bisherigen Überlegungen. Er bedeutet keineswegs ein Abweichen von den Zielen des SMPV sondern eine längst fällige Öffnung und Anpassung an die Realitäten des 21. Jahrhunderts, die nicht mehr dieselben sind, wie im Jahre 1893.

Als Aktivmitglied kann aufgenommen werden

a) wer ein anerkanntes Musikdiplom eines Konservatoriums, einer Musikhochschule oder einer Universität erworben hat

b) wer als Musiker/-in oder Musiklehrer/-in berufstätig ist.

Für die SMPV-Privatunterricht-Vermittlung ist ein Lehrdiplom erforderlich.

Termine unserer Sektion

Im Moment gibt es keine Termin dieser Sektion

Termine anderer Sektionen

09.09.2017 | Bern
Musizierstunde der Sektion Bern
10.09.2017 | Schloss Klingenberg, 8505 Homburg
Matinee des SMPV Thurgau
15.09.2017 | Thun
Musizierstunde der Sektion Bern
16.09.2017 | Schaffhausen Museum zu Allerheiligen
SMPV MusikerInnen bespielen die Räume des Museums zu Allerheiligen
28.10.2017 | Zürcher Hochschule der Künste, Pfingstweidstr. 96, Zürich
Symposium SMM: Mentales Training für Musiker - Interdisziplinäre Impulse
Komplette SMPV Agenda
Der SMPV ist der grösste schweizerische Be­rufs­verband im Bereich Mu­sik und Bildung. Er be­steht aus einem Zentral­verband und 15 re­gio­nalen Sektionen. Er bie­tet seinen Mit­gliedern ein breites Spektrum an Dienstleistungen an und setzt sich für ihre be­ruf­lichen Interessen ein.

Besuchen Sie den SMPV auf Facebook
Impressum | Kontakt