SMPV ‒ der Weg zur Musik
Schweizerischer
Musikpädagogischer Verband
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Im März 2012 hat die Sektion Zürich des SMPV eine Mitgliederumfrage gemacht. Gefragt wurde, wie wichtig den Mitgliedern die aktuellen Leistungen des Verbandes sind.

Fast 20% der Mitglieder haben geantwortet. Besonders wertvoll sind die vielen handschriftlichen Bemerkungen. Auch die Zahlenwerte geben ein gutes Bild ab über bevorzugte Leistungen. Im Laufe des Herbsts wird der Vorstand prüfen, welche Massnahmen Sinn machen. In der Vereinsversammlung vom nächsten Januar werden ein Bericht und Anträge an die Mitglieder vorliegen.

Das Anliegen «die Diplome gültig erhalten» hat die höchsten Werte erreicht. Das erstaunt nicht. Heute treten mehr und mehr Musiklehrpersonen mit Masterabschlüssen ins Arbeitsleben ein. Was vielleicht nicht alle wissen: im Besoldungsreglement des Verbandes Zürcher Musikschulen VZM sind die SMPV-Diplome mit Abschluss bis 2010 explizit zur Berufsausübung zugelassen. Wichtig wird nun sein, dass diese Bestimmung auch ins neue Musikschulgesetz des Kantons Zürich aufgenommen wird. Im SMPV Sektion Zürich sind fast 200 Musiklehrpersonen im Alter zwischen 57 und 65 Jahren Mitglied. Für sie – aber nicht nur für sie – hat das Gültigerhalten der Diplome konkret im Alltag höchste Priorität.

Die Umfrage bestätigt, dass keine der aktuell angebotenen Leistungen des SMPV von den Mitgliedern als überflüssig taxiert werden. Einzelne Fragen geben Anlass zur Diskussion. Eine – heute noch nicht existierende – Beschwerdestelle, die zum Beispiel von Eltern angerufen werden könnte, wenn sie vermuten, dass Musiklehrkräfte Nähe und Distanz im Einzelunterricht nicht einhalten, ist nicht als sehr wichtig erachtet worden. Aber die Rechtsberatung, die in solchen Fällen auch angerufen werden und für die betroffenen Musiklehrkräfte Rechtssicherheit schaffen könnte, hat höchste Werte erlangt.

Querberechnungen zu den Umfragergebnissen deuten darauf hin, dass die meisten Mitglieder bei einer Musikschule ein Teilpensum haben und zugleich im Privatunterricht tätig sind. In dieser Beziehung ist interessant, dass das Erarbeiten von «Qualitätsstandards» ebenfalls hohe Wichtigkeit erlangt hat. Auch hier tut sich eine Fragestellung für die Zukunft auf: Welche «Spielregeln» soll der Privatunterricht einhalten, damit so erteilte Musikstunden als anrechenbare Berufserfahrung gelten? Die Antwort auf diese Frage ist entscheidend, damit Lehrpersonen bei der Lohneinstufung in den Musikschulen auch ihre ausserhalb der Musikschulen erworbenen Erfahrungsstunden bzw. Erfahrungsjahre geltend machen können.

Die Umfrage des SMPV Sektion Zürich zeigt ähnliche Resultate wie diejenige des SMV vor einem Jahr. Das wichtigste Anliegen der Mitglieder ist «Interessenvertretung» und «den Berufsstand stärken.» Dies tönt abstrakt. In jeder Zeit steht der Verband vor der  Aufgabe, wieder neu zu definieren, wo der Schuh drückt und was jetzt zu tun ist. Das Altersspektrum der Mitglieder im SMPV Sektion Zürich zeigt, dass jüngere Mitglieder heute mit dem Eintritt in den Verband zuwarten. Anders gesagt: früher war der Eintritt in die Ausbildung zugleich der Eintritt in den Berufsverband. Heute ergibt sich der Eintritt in den Berufsverband erst nach der Ausbildung an den Fachhochschulen. Vielleicht braucht es einige Jahre der Berufspraxis bis Interessierte und Neumitglieder den Verband als Sprachrohr für die Förderung der Qualität und Arbeitsbedingungen in der Berufspraxis entdecken und nutzen. 

Der SMPV Sektion Zürich hat den Fragebogen für die diesjährige Umfrage mit dem Copyright geschützt. Damit soll sichergestellt werden, dass eine nächste Umfrage in drei Jahren Vergleichswerte bringen kann. Es wäre interessant, wenn andere SMPV-Sektionen ihre Umfragen ebenfalls schützen und sektionsübergreifend zur Verfügung stellen. Ein erster Austausch findet diesen Herbst zwischen den SMPV-Sektionen Zürich und Neuenburg statt.

Mit der Arbeit rund um den neuen Verfassungsartikel zur Förderung der musikalischen Bildung wird sich viel bewegen in den Kantonen. Die SMPV-Sektionen und die übergeordnete Koordination haben das Potential, den Interessen der Musiklehrkräfte Ausdruck zu geben und dafür zu sorgen, dass sie gehört werden.

  

Für den Vorstand der SMPV Sektion Zürich

Myrtha Meuli  

 

 

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Workshop: Instrumentales Lernen in der Gruppe
22.01.2018 | Hottingersaal, Gemeindestr. 54
Schülerkonzerte der Sektion Zürich
26.01.2018 | Hottingersaal, Gemeindestr. 54
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