SMPV ‒ der Weg zur Musik
Schweizerischer
Musikpädagogischer Verband
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Der Zentralvorstand des SMPV hat an seiner Sitzung vom 7. Dezember eine erste Analyse der Ergebnisse des World-Cafés, welches an der Präsidialkonferenz vom Oktober 2013 veranstaltet wurde, vorgenommen. Zur Erinnerung: dem Ansatz der «Weisheit der Vielen» folgend, bot das World-Café den Präsidentinnen und Präsidenten die Möglichkeit, sich zu wichtigen Themen rund um die Ausrichtung und Struktur des SMPV zu äussern (vgl. SMZ 12/2013). In wechselnden Gruppen wurden an vier Tischen folgende Themen behandelt:

 

-Welche Funktionen soll der Zentralvorstand wahrnehmen und wie soll der ZV besetzt sein?

-Wie können die Romandie und das Tessin auf allen Ebenen sowie der Kommunikation besser einbezogen werden?

-Welche Schwerpunkte soll der SMPV besetzen und welche Ziele soll er sich kurz-, mittel- und langfristig setzen?

-Was erwarte ich von der Schweizer Musikzeitung?

 

Für den Zentralvorstand sind die Rückmeldungen dieser Gesprächsrunden von grosser Bedeutung, arbeitet er doch derzeit an einer umfassenden Struktur- und Finanzanalyse des Zentralverbandes. Konkrete Ergebnisse dieser Analyse sollen bereits an der Präsidialkonferenz 2014 zur Diskussion gestellt werden.

Die im Rahmen des World Cafés sehr konstruktiv geführten Gesprächsrunden ergaben im Ganzen eine Fülle von Vorschlägen und Rückmeldungen – Lob und Kritik, die hier natürlich nur grob wiedergegeben werden kann. Dennoch dürfte diese frühe Nachlese schon eine erste Vorstellung davon geben, um welche Kernthemen es in der Diskussion um die (Neu-)Ausrichtung des Verband gehen wird.

Aktive Rolle des Zentralverbands auf nationaler Ebene erwünscht

Verschiedene auf regionalen Sektionen fussende Verbände kennen unterschiedliche Organisationsformen und so könnte man ganz grundsätzlich zur Diskussion stellen, ob es einen Zentralverband SMPV braucht. Diese Frage wurde an der PK generell bejaht, als wichtige Aufgaben wurden vor allem die (nationale) politischer Arbeit, die Kontakte zu anderen gesamtschweizerischen Verbänden, sowie die Erarbeitung eines grundlegenden Leitbildes für die gesamte Verbandsarbeit gesehen.

Aufgaben zwischen Zentralverband und Sektionen definieren

Verbesserungspotential wurde bei der Aufgabenteilung im Verband geortet; damit beide Ebenen, Sektionen und Zentralverband, ihre Aufgaben effizient und zielführend wahrnehmen können, muss eine Verständigung über die Zuständigkeiten stattfinden und müssen Aufgaben neu definiert werden. Auch wurde das Anliegen geäussert, dass Zuständigkeiten und Abläufe innerhalb des Zentralverbandes möglichst transparent sichtbar gemacht werden.

Privatunterricht: Schweizweite Standards und Infrastruktur

Im Bereich des Privatunterrichts, einem zentralen Tätigkeitsfeld des SMPV (z.B. Unterrichtsvermittlung und Tarifrichtlinien für den Privatunterricht) wurden verschiedene Vorschläge gemacht, wie der Verband weiter zur Qualitätssicherung beitragen und gezielt Hilfsmittel anbieten könnte, um die privat unterrichtenden Lehrpersonen zu unterstützen. Der SMPV könnte eine Vorreiterrolle in der Formulierung schweizweit gültiger Qualitätsstandards für den Privatunterricht übernehmen, was sowohl für Lehrpersonen wie Schülerinnen und Schüler eine Orientierungshilfe bedeuten würde und die Mitglieder des SMPV im Markt stärken könnte. Ein aktuelles pädagogisches Leitbild für den SMPV könnte erarbeitet werden. Dieses müsste auch der Situation nach der Auslagerung der Berufsausbildung Rechnung tragen und neue Schwerpunkte setzen. Angeboten werden könnten Tools wie schweizweite Konzertkalender oder eine Plattform für die Miete von Unterrichts- und Konzerträumen. Darüber hinaus könnte auch ein breites Diskussionsforum für Mitglieder einen Mehrwert bringen.

Vertretung der lateinischen Schweiz im Zentralverband

Einmal mehr thematisiert wurde die seit geraumer Zeit anhaltende Untervertretung der lateinischen Schweiz im Zentralverband. Klar scheint, dass ein nationaler Verband auf den Austausch zwischen den Landesteilen angewiesen ist und die Kohäsion im Gesamtverband unter einer länger andauernden Nichtvertretung der lateinischen Schweiz nachhaltig leiden würde. Angesichts praktischer Schwierigkeiten (lange Anfahrtswege, Arbeitsbelastung, belegte Wochenenden etc.) wurde unter anderem angeregt, eine flexible Form der Mitarbeit im Zentralverband zu ermöglichen. So könnten beispielsweise die Sektionen wechselnde Personen an Zentralvorstandssitzungen teilnehmen lassen, so dass ein Austausch gewährleistet wäre, der Aufwand aber unter mehreren Personen geteilt werden könnte.

SMPV-Fenster in der Musikzeitung: Gefässe für Sektionen anbieten

Ebenfalls diskutiert wurden die Erwartungen der Mitglieder an die Schweizerische Musikzeitung und insbesondere das allgemein als wichtig erachtete eigene Verbandsfenster des SMPV. In Bezug auf letzteres wurde der Wunsch deutlich, den Sektionen fallweise mehr Raum für eigene Inhalte und Mitteilungen zur Verfügung zu stellen. Angeregt wurde unter anderem die Einrichtung eines turnusmässig verfügbaren Gefässes für alle Sektionen des SMPV. Eine langfristig abgesprochene Zuteilung von Fenstern für längere Beiträge würde die Beteiligung aller Sektionen sicherstellen und diesen genügend Zeit geben, einen inhaltlichen Schwerpunkt zu wählen und zu erarbeiten. Dadurch könnten im SMPV-Fenster auch mehr Originalbeiträge aus der lateinischen Schweiz erscheinen, was als äusserst wünschenswert erachtet wird. Der Redaktor des SMPV-Fensters wird diesen Ansatz weiterverfolgen und den Sektionen konkrete Vorschläge machen.

Wie weiter?                                                                                           

Wie bereits erwähnt, konnte die vorangegangene Zusammenfassung nur einige Schwerpunkte der Gesprächsrunden an der Präsidialkonferenz wiedergeben. Der Zentralvorstand wird diese Rückmeldungen in seine laufende Struktur- und Finanzanalyse einfliessen lassen; ein wichtiges Anliegen ist dabei natürlich auch der Einbezug der Sektionen. Den Präsidentinnen und Präsidenten der Sektionen werden die vollständigen Zusammenstellungen und Zusammenfassungen zu den einzelnen Themenbereichen schriftlich zugestellt. Denkbar ist für den Zentralvorstand, dass zu einzelnen Themen zwischen Zentralvorstand und Sektionen Arbeitsgruppen eingerichtet werden, um aus der Fülle der Anregungen konkrete Vorschläge erarbeiten. Affaire à suivre.

Lucas Bennett

 

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