SMPV ‒ der Weg zur Musik
Schweizerischer
Musikpädagogischer Verband
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Es ist nicht einfach, den unterschiedlichen Zielsetzungen des Berufs- und Laienunterrichts in der Programmierung gerecht zu werden. Während beim CPR zu Beginn die Bereiche zuweilen etwas vermischt wurden, präsentieren sich die Aktivitäten heute klar getrennt. Das Angebot an Kursen für Berufsstudierende wächst derzeit. Diese Kurse sind auch Weiterbildungstage für Unterrichtende von SAMP und SMPV, sowie für Musikschullehrpersonen. Von Seiten der Lehrpersonen nehmen erfreulicherweise immer mehr SMPV-Mitglieder teil.

 

Ein Netzwerk von Aktivitäten schaffen

Die Dynamik der vielfältigen Aktivitäten des CPR bedeutet eine sichtbare Plattform für SAMP und SMPV, die nicht selten den virtuellen Aspekt ihrer Gruppierungen bedauern. Die SAMP, nunmehr in die Kalaidos Fachhochschule integriert und erfolgreich für die Berufsausbildung vom Bund akkreditiert, kann sich in einem sichtbaren und konkreten Gebilde einbringen. Dank des Vertrauens und der Unterstützung zahlreicher Partner kann das CPR im Genferseeraum vielfältige Kurse, Seminare, Konzerte, Kolloquien usw. anbieten.

Als mittlerweile fester und aktiver Bestandteil der FRIM (Fédération Romande d’Improvisation Musicale), beteiligt sich das CPR an einer grossen Bandbreite von Projekten, die eine genauere Besprechung verdienen. Die FRIM wächst zu einem Netzwerk heran, welches in den nächsten Jahren in der Westschweiz eine wichtige Rolle spielen wird. Dank der gemeinsamen finanziellen Möglichkeiten können verschiedene internationale Projekte ins Auge gefasst werden wie z.B. anfangs 2016 eine Reihe von Veranstaltungen rund um den grossen deutschen Komponisten Helmut Lachenmann mit Konzerten, Symposien, Masterclasses usw. Bedeutende Künstler werden in der Saison 2014-15 nach Lausanne kommen: Ken Ueno (http://www.kenueno.com), Sylvie Courvoisier und Mark Feldman (http://www.lelieuunique.com), Marc Ducret (zum Thema «improvisieren, warum?») oder William Dongois («Pädagogik und Praxis der Improvisation der Rennaissance»). Besonders attraktiv: die Kurse der FRIM sind kostenlos für die Mitgliederinstitutionen die Preise für Mitglieder von SAMP und SMPV sind reduziert.

Ab nächstem Jahr wird das CPR seine Zusammenarbeit mit der Steinway Hall Suisse romande weiter ausbauen, indem im März 2015 gemeinsam ein exklusiver Besuch der Steinway-Werkstätten in Hamburg organisiert wird, welcher den Mitgliedern von SAMP und SMPV vorbehalten ist! In Bern, wo die Workshops zu Musik und Malerei im Zentrum Paul Klee mehr und mehr Erfolg haben, wird 2015 wiederum ein Kurs mit einem leicht angepassten und weiterentwickelten Konzept stattfinden. In Morges wird ein Kurs zur graphischen Notation unter dem Motto «zeichne mir deine Musik»  für junge SchülerInnen von SMPV-Lehrpersonen sowie für die Mitgliederinstitutionen der FRIM angeboten.

 

Eine anpassungs- und entwicklungsfähige Struktur

«A la carte» heissen Kurse für SAMP-Studierende; sie finden in Räumlichkeiten statt, die den Ansprüchen einer Musikhochschule vollauf genügen. Vorgesehen sind bereits eine Vorbereitung auf die Akustikprüfungen, sowie ein Konzert für Berufsstudierende. Es ist möglich, sich ohne grossen administrativen Aufwand auf die Nachfrage einzustellen. Dank der Unterstützung der SAMP, des Zentralverbandes des SMPV und der SMPV-Sektionen der Romandie kann sich das CPR gesunder Finanzen erfreuen.

Berufsstudierende wie auch die Laienschülerinnen und –schüler können von einem qualitativ hochstehenden und vielfältigen Angebot profitieren, welches auch den Vergleich mit öffentlichen oder halböffentlichen Institutionen nicht zu scheuen braucht. Es ist aber an den privat Unterrichtenden selbst, die angebotenen Vorteile nutzbar zu machen und dazu beizutragen, dass sich die Schüler nicht isoliert oder gar vernachlässigt fühlen in ihrer Ausbildung. Das CPR ist in der Lage, allfällige Lücken eines Privatunterrichts ohne eigene Konzertsäle, ohne Sitzungsräume, kurz ohne eine Form der Koordination, wie sie eine traditionelle Musikschule anbietet, zu schliessen. Die SAMP kann von der Möglichkeit profitieren, die Aktivitäten der Studierenden im Alltag zu verfolgen und das Erreichte zu unterstützen und ihm einen Rahmen zu bieten.

 

Sich Gehör verschaffen; auf die Zukunft vorbereitet sein…

Über die Rolle des Privatunterrichts wird in letzter Zeit viel nachgedacht. In einer öffentlichen Institution werden Schülerinnnen und Schüler regelmässig im Rahmen ihrer verschiedenen Aktivitäten beurteilt, sie werden von motivierenden Projekten getragen, die ihre instrumentalen Fertigkeiten bereichern. In vielen Regionen nehmen die finanziellen Mittel zu, und mit ihnen die gestellten Anforderungen. Es ist wichtig, dass SAMP und SMPV in dieser Entwicklung eine aktive Rolle einnehmen und aufzeigen, über welche Trümpfe sie verfügen.

Aus dem Virtuellen herauszutreten wird zur Überlebensfrage. Dazu ist es notwendig, das Konzept des Privatunterrichts anzupassen. Damit die Qualität der musikalischen Bildung immer weiter steigt, muss das Angebot für Studierende und Schüler unterstrichen werden; sie müssen ermuntert werden mobil zu sein und sich an gemeinsamen Projekten zu beteiligen. Das CPR ist ein Instrument, welches sich nicht abnutzen wird, solange die Lehrpersonen die gebotenen Möglichkeiten zur Kenntnis nehmen.

Die Weiterbildung ist auch ein Eckstein eines Unterrichts, der beständig aktuell gehalten wird und nach Qualität strebt. Deshalb versuchen zahlreiche Institutionen, das Angebot in ihrem Bereich zu vergrössern, manchmal zugegebenermassen mit gemischtem Erfolg. Der Privatunterricht wird sich diesem Trend nicht entziehen können, und das CPR wird nur dann überleben, wenn es dort seine Dienste anbietet, wo die Pädagogik von morgen entsteht, mit einer offen, einladenden, föderativen und innovativen Struktur, ermöglicht durch ein reges Publikumsinteresse, welches unerlässlich ist, möchte man nicht als Stimme in der Wüste enden…  

Lorris Sevhonkian, Direktor Centre Pédagogique SAMP-SMPV

(Übersetzung: Lucas Bennett)

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