SMPV ‒ der Weg zur Musik
Schweizerischer
Musikpädagogischer Verband
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Wie unterstütze ich mein Kind
beim Musizieren und Üben?

 

  • Lieder singen, Reime aufsagen, Tänzchen machen von frühester Kindheit an öffnet die Tür zur eigenen musikalischen Welt auf spielerische Art und Weise. Viel wichtiger als ein möglichst früher Instrumentalunterricht ist es zudem, das bewusste Hören zu wecken, z.B. die Musik in der Natur wahrzunehmen: Tiere, Regen, Wind und Wasser.
  • Lassen Sie ein Kind mit dem Instrumental- oder Gesangunterricht beginnen, wenn es sich dafür öffnet und von der körperlichen Entwicklung her bereit ist. Führen Sie eventuell ein Abklärungsgespräch mit der Grundschullehrerin oder dem Instrumentallehrer.
  • Legen Sie die Übezeiten zusammen mit dem Kind fest. Manchmal ist das Erstellen eines Wochenplanes hilfreich, der auch die übrigen Familienaktivitäten berücksichtigt. Musizieren und üben sollte in Ruhe, ohne Störung durch Radio, Fernsehen oder spielende Geschwister möglich sein, am besten immer am gleichen Ort.
  • Kinder brauchen Unterstützung um die Übungszeiten regelmässig einzuhalten. Wichtige Motivationshilfen sind: loben, aufmuntern, Interesse und Freude zeigen, konstruktive Kritik, nachfragen oder sich vom Kind etwas erklären lassen.
  • Tägliches Üben ist wichtig, gerade auch über das Wochenende. Regelmässige Abwesenheit über das ganze Wochenende unterbricht den Übungsaufbau und hemmt den Fortschritt.
  • Bei sehr jungen SchülerInnen kann es von Vorteil sein, dass sich beim Üben zeitweise jemand dazusetzt, kleine Fortschritte lobt oder Hilfestellungen gibt. Der wiederholte Besuch einer Unterrichtslektion ist wichtig, um Einblick in die Arbeitsweise der Lehrperson zu bekommen und sich bei ihr über Übetechniken zu informieren.
  • Wenn es zu Krisen kommt (und dazu kommt es bei den meisten Schülerinnen und Schülern hin und wieder), suchen Sie im Gespräch mit Kind und Lehrperson nach Gründen und neuen Lösungen.
  • Unterstützen Sie gemeinsames Musizieren, das Mitspielen in Ensembles und Orchestern, Kammermusik, besonders auch in der Familie.
  • Wie im Leben ganz allgemein braucht ein Kind auch für seine musikalische Entwicklung Vorbilder: andere Kinder, die selber musizieren, Schülerkonzerte, tolle Musiker, die es im Konzert erleben kann.
  • Allzuviele verschiedene Beschäftigungen neben der Schule sind weder für Fortschritte auf dem Instrument noch für die persönliche Ausgeglichenheit eines Kindes förderlich.
  • Wenn erschwerende äussere oder familiäre Umstände das Kind blockieren, ist es für die Lehrperson hilfreich, informiert zu sein.
  • Die musikalische Entwicklung eines Kindes verläuft selten linear. Zeiten von eigentlichen Fortschrittssprüngen, unspektakuläre Perioden der Vertiefung und stagnierende Phasen wechseln sich ab. Auch Motivation und Freude durchlaufen die vier Jahreszeiten. Schön ist es, wenn ein Kind in diesem "auf und ab" jemanden hat, der um die wunderbare Bedeutung und Kraft der Musik weiss, jemand, der sich mitfreut, der auch mal durchträgt und aushält, jemand der darauf vertraut: aktives persönliches Musizieren ist ein menschliches Grundbedürfnis.
25. Feb. 2017 | Altes Stadthaus, Marktgasse 53, Winterthur
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Musizieren gehört zum Leben wie trinken, schlafen, arbeiten, trauern, phantasieren, streiten oder lachen. Musik begleitet uns in allen wichtigen Momenten des Lebens genauso wie in unzähligen kleinen und unscheinbaren Stunden. Die Schöpfung selbst ist eine riesige Klangschale. Musizieren beinhaltet zunächst ein bewusstes, differenziertes Zuhören. Dann das eigene Formen von Tönen, Rhythmen, Melodien und Harmonien. Um in der Musik weiter zu kommen, braucht es das Üben: ein tägliches Experimentieren, Meditieren, Hantieren, Trainieren mit dem Naturelement Musik. Sie als Eltern und Erziehende können mit Ihrer Anteilnahme an der faszinierenden, hin und wieder nicht ganz einfachen musikalischen Entwicklung von Kindern in vielfacher Weise mithelfen. Als Musiklehrerinnen und Musiklehrer möchten wir Ihnen die nachstehenden Gedanken mit auf den Weg geben.

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